1. Oktober 2010
Molweeeeeni,
Ich habe schon oft angesetzt um eine weitere Rundmail zu schreiben, aber wie David(ne Freund ausm Haus) immer sagt, in Afrika gibt’s „Philo-so-viel“…:D
Also nun sind es schon 9 Wochen in diesem wunderschönen Land. Und die Zeit hört einfach nicht auf langsamer umzugehen…Dadurch dass man in die Arbeitsroutine kommt, kann man nun anfangen Projekte zu starten, wie z.B. ein Outing an den Muizenberg Beach nächste Woche mit meiner Baby-Gruppe und den anderen Freiwilligen, sowie mit 2 Mamas. Darauf freuen wir uns schon sehr.
In meinem Kindergarten gefällt es mir sehr gut! Die Mamas sind echt lieb, auch wenn ich schon unangenehme Sachen erlebt habe. Wenn z.B. in der Kleinkindgruppe (2-4 jährige) die Mamas mit Hartplastik Stöcken rumlaufen, gehen wir immer in den Raum und bleiben solange, bis sie weggepackt werden. Die Küchenfrau hat die Babies auch häufig geschlagen, woraufhin wir dann ein Gespräch mit der Tochter der Principal geführt haben und seitdem ist es nicht mehr vorgekommen.
Wir wandern im Laufe des Tages immer ein bisschen durch die verschiedenen Gruppen, so dass man überall ein bisschen ist, hat aber gleichzeitig seine Hauptgruppe.(Bei mir die Baby-Gruppe). Somit war ich vorgestern in der Pre-School Gruppe und hab mitbekommen wie sie das Märchen vom Froschkönig vorgeführt haben…Das war soo schön afrikanisch…Der Größte Teil des Märchens war die Hochzeit. Da wurden doch glatt mal die dicken Boxen aufgedreht und das Hochzeitspaar hat ungefähr 20 Minuten getanzt, gefolgt von dem begeisterten Hochzeitspublikum(wir alle). 
Es wird einfach nie Langweilig in Lukhanyo..Gestern waren Ingrid, Arik und Ich dabei mit der Baby-Gruppe den Morningring zu machen, voll am „Peel Banana, Peel peel Banana“- schmettern, da kommt plötzlich die vorher verschollen geglaubte Mama herein, unterm Arm einen schweren Teppich..beginnt die Matratze in de Ecke wegzuräumen und den „alten“ (alt in Anführungszeichen, da der „neue“ nicht besser aussah..: ) )Teppich wegzurollen. Anstatt dass sie uns versucht mit Händen und Füßen zu sagen(da sie kein Englisch und wir kein Xhosa sprechen) dass sie den Teppich auswechseln will, schleppt sie sich allein ab. Nach ein paar verplanten Sekunden, haben wir mit angepackt und den Teppich auf die mir umständlichste Weise wegzuräumen. Hinzu kam, dass 20 Babies in dem Raum rumgeturnt sind, und es umso lustiger fanden sich zwischen dem alten, neuen Teppich, den Matratzen der Teekanne usw. zu verstecken und somit der Tee umkippte, der wackelige Tisch(bei dem wir nur aufs Ende gewartet haben) zusammenbrach und auch noch ein Kind unterm Tisch saß. Wir also, Zack alle kids raus in den Raum der Kleinkindgruppe und versucht so gut es geht den „neuen“ Teppich auszubreiten, wobei wir erschwerend festgestellt haben, dass eine halbe Wagenladung Sand im Teppich war. Nachdem der Teppich ausgerollt, ein „neuer“ Tisch herangeschafft, der Staub aus dem Raum abgezogen war und die Kinder wieder im Raum waren, saßen wir aufm Boden und konnten nicht anders als dick zu Grinsen und uns zu freuen, dass es hier so abwechslungsreich zugeht..!! 
So meine Lieben, ich hoffe ich schreib euch nicht zu wirr und dass ihr einen kleinen Eindruck von meiner Arbeit kriegt.
Alles Liebe,
Aurooooorra aus Capetown..
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28. September 2010
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23. September 2010
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8. August 2010
Moloweni,
Vor fünf Tagen losgefahren, vor vier Tagen angekommen, und jeden Tag irgendwas schönes gesehen. Es ist unglaublich was man innerhalb von so wenigen Tagen für verschiedene Facetten dieser Wahnsinns Stadt entdecken kann.
Nach Stundenlangem Flug am Flughafen angekommen, entdeck ich meinen Abholservice der mich in eins der Freiwilligenhäuser bringt.
Am Abend des selben Abends kommt David an und im Laufe der folgenden 2 Tage kommen die anderen 7, so waren wir dann 9 insgesamt und sind in unserer Übergangshaus nach Noerdhoek gezogen. Dort ist die ländliche,ruhige Seite von Capetown sehr stark vertreten!! Wir wohnen in einem 200 Jahre alten Haus, 10 Minuten Fußweg zum Strand-dem allgemein schönsten in näherer Umgebung.
Dann nach einigen Tagen sind wir ins Centre gefahren-abgeholt von unserem Driver-Goodman. Im Centre angekommen, waren wir alle überrascht, da es von Außen so wohlhabend aussah-von innen allerdings ist das schon wieder ganz anders. Es gibt kein Fenster was nicht verriegelt ist, keine Tür für die man nicht einen Sicherheitscode braucht.
Das Centre ist, so wie der Name auch schon sagt, der Ort, oder die Verwaltungsstelle von dem aus alle Freiwilligen eingeteilt und koordiniert werden. Im Centre kann man verschiedenste Ausbildungen im Bereich der Antroposophie im Bezug auf Kindererziehung machen.(Eurythmie etc.)
Am Mittwoch dann, also eine Woche nach meinem Abschied von Deutschland sollte es eigentlich das erste mal in unsere Projekte gehen-für mich also in den Kindergarten-Lukhanyo. Der Kindergarten ist mitten im Township Kayelitsha gelegen, umringt von Shags und Ständen an denen man Smileys (blutige,abgehackte Schafsköpfe) kaufen kann.
Auf jeden Fall hatten wir uns alle riesig gefreut, endlich zu arbeiten, aber es kommt hier oft anders als man denkt. Im centre angekommen, sollten wir nur kurz auf Tobias und Helen(die verantwortlichen für uns) warten. Es stellte sich allerdings heraus, dass die gar nicht da waren und nach einem kurzen Anruf hieß es dann - alle in die Zenzeleni School. Okay, auf gings in die Schule. Dort angekommen umringt von Kindern die alle irgendetwas spielen wollten. Einige haben angefangen WAKA WAKA zu singen und andere haben dazu gentanzt…wie die sich bewegen können. Wahnsinn!!
Am nächsten Tag bin ich dann wirklich das erste mal in meinem Educare gewesen. Einen Tag für die Kinder in der Baby-Gruppe da sein. Das war meine Aufgabe. Wir hatten ein paar Tage vorher schon kurz unsere Kindergärten gesehen, aber als ich dann den ganzen Tag dort war, fand ich’s immer krasser. Das sind einfach so andere Umstände unter denen die Menschen hier leben. 25 Babys in einem Raum der ungefähr 16m2 groß bzw. klein ist. Von 8 bis 15 Uhr, teilweise bis 18 Uhr. Im Winter sollen die Babys nicht rausgehen, da sie nicht genug kleidung haben um sich warm genug anzuziehen. Den kleinen Kindern die im alter von 5-36 Monaten alt sind, kann man fast ansehen dass sie geschlagen werden, oder dass einige der Eltern Aids haben. Viele haben Hautausschläge und eigentlich alle sind erkältet und tapsen mit schniefenden Nasen herum. Trotz dieser ganzen Bedingungen, hat jedes einzelne dieser Kinder so einen Glanz in den Augen und strahlt einfach, sobald man ein wenig mit ihnen spielt oder singt.
Freitag war ich auch noch arbeiten und bis Dienstag ist Frei-dann gehen im Centre mit Tobias ein par Workshops wie zb. Baby-Massage los, die wir bei den Kindern anwenden können.
Mein Kindergarten liegt ja wie gesagt mitten im größten Township Kayelitsha. Andere Educares haben einen schönen großen Garten, wo es spielmöglichkeit draußen gibt, leider ist dass in Lukhanyo anders. Es gibt eine Fläche die ungefähr so klein ist wie eine Garage, direkt vor dem Eingang des Kindergartens, wo die Kinder Spielen können. ES gibt allerdings nicht nur die Babygruppe, sonder auch noch eine Gruppe von 3-5 Jährigen in der ungefähr 35 Kinder sind und noch eine weitere – die Vorschule, da sind 40-50 Kinder drin. Das heißt ca. 110 Kinder auf viel zu wenig Außenfläche.
Ich bin sehr gespannt auf die Zeit wenn die anderen Freiwilligen weg sind und hoffe dass ich das schaffe…:S
aber das wird schon!!! Bald geht’s richtig los!
Achja, und eigentlich sollten wir diese Woche in unser eigentliches Haus ziehen, was näher an Capetown City und Kayelitsha liegt, aber das zögert sich wahrscheinlich noch 3-4 Wochen hin, aber so genau weiß das keiner…So ist das halt hier..Frei nach der Devise: Mal schauen was kommt.!
Und damit bis zum nächsten Mal..Have Fun.
Bye Bye,
Aurora
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13. Juni 2010
Hier halte ich euch während meines Süd-Afrika Aufenthaltes auf dem (möglichst) neusten Stand.
Mehr Informationen folgen bald!
Wer trotzdem schon mit einer Spende unterstützen möchte, sieht die Kontaktdaten unten.
Viele Dank!!!
Eure Aurora
Wer schon mehr wissen möchte, schickt mir ne mail an ash-aura@hotmail.de, ich meld mich!
Kreditinstitut: Hamburger Volksbank, Innhaber: Aurora Hoepfner, BLZ: 20190003
Kontonummer: 60068817
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